Mutmach-Workout für mentale Stärke

Mutmach-Workout für mentale Stärke

Sport macht stark
Autor*in:
Dominique M. Tordy (Dr.med.vet.)
Dominique M. Tordy (Dr.med.vet.)
Dr. Dominique M. Tordy ist Tierärztin mit den Schwerpunkten Chirurgie und Notfallversorgung. Um die optimale Notfallversorgung von allen Hunden und Katzen zu unterstützen, betreibt sie neben der praktischen Tätigkeit die Dog Royalz-Website mit dem Rettungsprogramm für Hunde. Wie auf den Bildern ist sie auch im Alltag fast immer in Begleitung ihrer Mischlingshündin Elli.
Dominique M. Tordy (Dr.med.vet.)
Dominique M. Tordy (Dr.med.vet.)
Dr. Dominique M. Tordy ist Tierärztin mit den Schwerpunkten Chirurgie und Notfallversorgung. Um die optimale Notfallversorgung von allen Hunden und Katzen zu unterstützen, betreibt sie neben der praktischen Tätigkeit die Dog Royalz-Website mit dem Rettungsprogramm für Hunde. Wie auf den Bildern ist sie auch im Alltag fast immer in Begleitung ihrer Mischlingshündin Elli.
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Lieber Mensch, selbst kleine Trainingserfolge helfen mir schon selbstbewusster zu werden und geben mir Sicherheit.

Der Hund, für den dieses Mutmach-Workout zusammengestellt wurde, soll anonym bleiben und auch nicht ganz gezeigt werden. Wir nennen ihn daher „Shai“.

„Shai“ ist hebräisch und bedeutet „Geschenk“. Zufällig klingt es genau wie „Shy“, was im Englischen „Schüchtern“ bedeutet. Deswegen haben wir für diesen liebenswerten Zeitgenossen diesen Code-Namen gewählt.

Charakter: Shai ist in einem Land aufgewachsen, in dem Hunde nicht immer gut behandelt werden. Er hatte kein Zuhause und niemandem, der ihm beigebracht hat, was ihm im Leben hilft. Deswegen hat er viele schlechte Erfahrungen gemacht und inziwschen Angst vor allem, was er nicht kennt. Vor allem möchte er lernen, welche Verhaltensweisen ihm garantiert Freundlichkeit und Leckerchen bescheren. So kann er ein Verhalten entwickeln, in dem er sich sicher fühlt.

Körper: Von seiner Zeit ohne eigenes Zuhause hat er einige Narben zurückbehalten. Zum Glück schränken sie heute seine Beweglichkeit nicht mehr ein.

Shais Herrchen: Shais Herrchen liebt ihn sehr. Für ihn ist er ein wahres Geschenk, weil er, wenn er einmal Vertrauen gefasst hat, ein sehr liebevoller Hund ist. Deswegen will Shais Herrchen ihm auch genauso viel Liebe zurückgeben. Das macht es nicht immer leicht, denn er möchte Shai nicht aufregen. Aber Shai muss immer wieder seine Nase über seine Grenzen hinaus strecken, um diese Welt besser kennenzulernen und zu merken, dass es eine sehr schöne Welt ist.

Beim Training ist es wichtig, dass es schon für Kleiningkeiten Belohnungen gibt, damit Shai lernt, dass ihm im Training nur Gutes passiert. Anfangs dürfen auch unvollständige Übungen belohnt werden – solange Shai immer weiter Fortschritte macht.

So macht Sport auch Schüchternen Spaß und steigert das Selbstbewusstsein!

1) Warm up: Suche mit Happy End

Bei dieser Übung muss Shai sich hinsetzen. Während er wartet, läuft sein Herrchen ein Stückchen vor und versteckt sich. Wenn er dann ruft, darfst er hinterher rennen und ihn suchen. Natürlich läuft er am Anfang nicht weit weg. Vielleicht bis zum nächsten Baum? Das Wiedersehen kann dann richtig gefeiert werden!

Solange Shai noch sehr, sehr schüchtern ist und sich ohne sein Herrchen fürchtet, kann er für den Anfang auch erst einmal etwas anderes suchen. Ein Spielzeug zum Beispiel oder ein Leckerchen im hohen Gras. Für jede erfolgreiche Suche gibt es natürlich ein dickes Lob!

2) Koordination: Stangenlauf

Wer Angst hat, neigt dazu, seine Aufmerksamkeit zu stark auf die Umgebung zu richten und nicht auf sich selbst und den eigenen Weg zu achten. Der Stangenlauf kann da helfen, die Konzentration zurückzuführen. 

3) Ausdauer: Hindernis-Parcours

Die Ausdauer-Übung für Schüchterne dient dazu, dass sich Shai ein wenig frei läuft und loslässt. Außerdem soll sie die Teambildung unterstützen und ihm in Begleitung seines Herrchens Sicherheit geben. Dazu eignet sich ein Hindernis-Parcours am besten. Er beinhaltet viele kleine Herausforderungen, die das Team gemeinsam meistern kann. Und das gibt eine schöne Bestätigung – egal wie klein die Hindernisse am Anfang sind!

4) Kraft: Sprungkraftserie

„Spring drauf! Erhebe dich! Ändere deine Perspektive!“

Das ist es, worum es hierbei für Shai gehen soll. Dafür zeigt sein Herrchen ihm Aufsprungplätze, die sicher sind: Baumstümpfe, Mäuerchen, Steinbänke und anderes am Rand der Gassi-Strecke.

Und jeder erfolgreiche Jump zeigt Shai, was er alles schaffen kann!

5) Cool down: Ausstreichen

Jetzt dürfen Shai und sein Herrchen zu einem Ort spazieren, an dem Shai sich sicher fühlt und entspannen kann. Das kann auch der eigene Garten, Balkon oder ein Zimmer zu Hause sein. Da kann Shai sich hinlegen und lässt sich von seinem Herrchen den ganzen Stress einfach abstreifen. Dabei sollte dieser nicht allzu vorsichtige, aber gleichmäßige Streichbewegungen, in Fellrichtung und bis zu den Pfoten und der Schwanzspitze machen.

Belohnung:

Kauen entspannt. Auf jeden Fall sollte die Belohnung für deinen Liebling etwas sein, worauf er ein paar Minuten kauen kann, bevor sie verzehrt ist und er sich schlafen legen kannt. Bei ganz Schüchternen darf es anfangs nicht zu hart sein, später kannst du den Härtegrad etwas steigern.

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