Mutmach-Workout für mentale Stärke

Suchbild für Schuechtern Workout fuer mentale StaerkeSport gibt auch "Shai" mehr SelbstbewusstseinDer Hund, für den dieses Mutmach-Workout zusammengestellt wurde, möchte anonym bleiben und auch nicht ganz gezeigt werden. Wir nennen ihn daher "Shai".

"Shai" ist hebräisch und bedeutet "Geschenk". Zufällig klingt es genau wie "Shy", was im Englischen "Schüchtern" bedeutet. Deswegen haben wir für diesen liebenswerten Zeitgenossen diesen Code-Namen.

Charakter: Shai ist in einem Land aufgewachsen, in dem Hunde nicht immer gut behandelt werden. Er hatte kein Zuhause und niemandem, der ihm beigebracht hat, was ihm im Leben hilft. Deswegen hat er viele schlechte Erfahrungen gemacht und inziwschen Angst vor allem, was er nicht kennt. Vor allem möchte er lernen, welche Verhaltensweisen ihm garantiert Freundlichkeit und Leckerchen bescheren. So kann er ein Verhalten entwickeln, in dem er sich sicher fühlt.

Körper: Von seiner Zeit ohne eigenes Zuhause hat er einige Narben zurückbehalten. Zum Glück schränken sie heute seine Beweglichkeit nicht mehr ein.

Mensch: Shais Herrchen liebt ihn sehr. Für ihn ist er ein wahres Geschenk, weil er, wenn er einmal Vertrauen gefasst hat, ein sehr liebevoller Hund ist. Deswegen will Shais Herrchen ihm auch genauso viel Liebe zurückgeben. Das macht es nicht immer leicht, denn er möchte Shai nicht aufregen. Aber Shai muss immer wieder seine Nase über seine Grenzen hinaus strecken, um diese Welt besser kennenzulernen und zu merken, dass es eine sehr schöne Welt ist.

Beim Training ist es wichtig, dass es schon für Kleiningkeiten Belohnungen gibt, damit Shai lernt, dass ihm im Training nur Gutes passiert. Anfangs dürfen auch unvollständige Übungen belohnt werden - solange Shai immer weiter Fortschritte macht.

So macht Sport auch Schüchternen Spaß und steigert das Selbstbewusstsein!

1) Warm up: Suche mit Happy End

Bei dieser Übung muss dein Vierbeiner sich hinsetzen. Während er wartet, läufst du ein Stückchen vor und versteckst dich. Wenn du dann deinen Hund rufst, darfst er hinter dir her rennen und dich suchen. Natürlich läufst du am Anfang nicht weit weg. Vielleicht bis zum nächsten Baum? Das Wiedersehen kann dann richtig gefeiert werden!

Wenn dein Liebling noch sehr, sehr schüchtern ist und sich ohne dich fürchtet, kann er für den Anfang auch erst einmal etwas anderes suchen. Ein Spielzeug zum Beispiel oder ein Leckerchen im hohen Gras. Für jede erfolgreiche Suche gibt es natürlich ein dickes Lob!

2) Koordination: Stangenlauf

Wer Angst hat, neigt dazu, seine Aufmerksamkeit zu stark auf die Umgebung zu richten und nicht auf sich selbst und den eigenen Weg zu achten. Der Stangenlauf kann da helfen, die Konzentration zurückzuführen. 

3) Ausdauer: Hindernis-Parcours

Die Ausdauer-Übung für Schüchterne dient dazu, dass sich dein Hundein wenig frei läuft und loslässt. Außerdem soll sie die Teambildung unterstützen und deinem Liebling Sicherheit in deiner Begleitung geben. Dazu eignet sich ein Hindernis-Parcours am besten. Er beinhaltet viele kleine Herausforderungen, die ihr gemeinsam meistern könnt. Und das gibt eine schöne Bestätigung - egal wie klein die Hindernisse am Anfang sind!

4) Kraft: Sprungkraftserie

"Spring drauf! Erhebe dich! Ändere deine Perspektive!"

Das ist es, worum es hierbei für deinen Liebling gehen soll. Dafür zeigst du ihm Aufsprungplätze, die sicher sind: Baumstümpfe, Mäuerchen, Steinbänke und anderes am Rand eurer Gassi-Strecke

Und jeder erfolgreiche Jump zeigt deinem Vierbeiner, was er alles schaffen kann!

5) Cool down: Ausstreichen

Jetzt dürft ihr an einen Ort spazieren, an dem sich dein Hund sicher fühlt und entspannen kannt. Das kann auch euer Garten, Balkon oder ein Zimmer bei euch zu Hause sein. Dein Liebling legt sich hin und lässt sich von dir den ganzen Stress einfach von dir abstreifen. DAbei solltest du nicht allzu vorsichtige, aber gleichmäßige Streichbewegungen, in Fellrichtung und bis zu den Pfoten und der Schwanzspitze machen.

Belohnung

Kauen entspannt. Auf jeden Fall sollte die Belohnung für deinen Liebling etwas sein, worauf er ein paar Minuten kauen kann, bevor sie verzehrt ist und er sich schlafen legen kannt. Bei ganz schüchternen darf es nicht zu hart sein, später kannst du den Härtegrad etwas steigern.