Die Hausapotheke

Die Hausapotheke

Vergiftungen sind akut oder chronisch, dass heißt, dass ein Gift deinen Hund entweder von jetzt auf gleich umhaut, oder, dass er über längere Zeit kleine Mengen Gift aufnimmt und die Symptome langsam immer schlimmer werden.
Autor*in:
Lydia Marek
Lydia Marek
Mag. Lydia Marek hat ihr Tiermedizinstudium 2015 in Wien abgeschlossen. Ihre große Leidenschaft, das Reisen, verbindet sie meist mit ehrenamtlichen Arbeiten als Tierärztin auf der ganzen Welt. Hier haben besonders Straßentiere ihr Herz erobert. Sie arbeitete schon in Thailand, Sri Lanka, Marokko, Puerto Rico, Ruanda, Serbien und Südafrika mit Tierschutzorganisationen zusammen. In ihrer Freizeit liebt sie es, in der Natur zu sein und streift mit ihrem Hund Charlie oft stundenlang durch die Wälder.
Lydia Marek
Lydia Marek
Mag. Lydia Marek hat ihr Tiermedizinstudium 2015 in Wien abgeschlossen. Ihre große Leidenschaft, das Reisen, verbindet sie meist mit ehrenamtlichen Arbeiten als Tierärztin auf der ganzen Welt. Hier haben besonders Straßentiere ihr Herz erobert. Sie arbeitete schon in Thailand, Sri Lanka, Marokko, Puerto Rico, Ruanda, Serbien und Südafrika mit Tierschutzorganisationen zusammen. In ihrer Freizeit liebt sie es, in der Natur zu sein und streift mit ihrem Hund Charlie oft stundenlang durch die Wälder.
TIPPS & TRICKS
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Lieber Mensch, ich freue mich, wenn du mich auch zu Hause ein Stück weit versorgen kannst. Bei kleineren Problemen ist das viel entspannter als ein Tierarztbesuch!

Für unsere Hunde wollen wir natürlich auch nur das Beste. Denn gegen Unfälle können wir nichts machen. Aber wir können darauf vorbereitet sein. In unserer Checkliste findest du alles für einen Erste-Hilfe-Koffer. Dazu gibt’s auch gleich Tipps, wie du diese Sachen am besten verwenden kannst und auf was du besonders aufpassen musst. Damit kannst du deinen Liebling perfekt verarzten oder ihn so gut wie möglich versorgen, bis sich der Profi weiter um ihn kümmern kann. Manchmal ist es auch notwendig mit einem Tierarzt/ einer Tierärztin Rücksprache zu halten. Auch das steht bei unserer Liste dabei. Somit bist du ideal für kleinere und größere Notfälle ausgestattet.

Du kannst diese Apotheke auch verwenden, wenn du mit deinem Hund verreisen willst. Dann ist es auch wichtig, dass alle wichtigen Informationen für den Notfall bereit sind. Das kannst du besonders gut mit dem Rettungsprogramm der Dog Royalz erledigen. Dafür kannst du dich hier kostenlos registrieren und anschließend deinen Liebling anmelden.

Für alle Fälle

Geht es deinem Hund nicht gut, ist es immer gut die Temperatur im Blick zu haben. So kannst du gleich feststellen, ob ihr zum Tierarzt/ zur Tierärztin müsst.  Wenn du dir nicht sicher bist, wie du richtig misst, kannst du das hier noch einmal nachlesen.

Die normalen Temperaturen bei unseren vierbeinigen Lieblingen sind höher als bei uns Menschen. Beim Hund ist eine Temperatur zwischen 37,5 Grad und 39 Grad Celsius normal. Oft haben kleine Hunde eine höhere Temperatur als Größere. Bei Welpen ist auch eine Körpertemperatur von 39,5 Grad im Normalbereich. 

Um das Fieberthermometer in den Po einzuführen, ist es wichtig das Thermometer vorher mit einem Gleitmittel flutschig zu machen. Das kann Gleitgel, Vaseline oder auch Öl sein. Wichtig ist nur genug davon zu nehmen, damit es für deinen Hund möglichst angenehm ist. (Keine Sorge! Der Darm ist am Ende ein gerader Schlauch. Solange du das Thermometer sachte einführst, kannst du nichts kaputt machen.)

Ein Handtuch kannst du schnell als Decken- oder Maulkorbersatz benutzen. Du kannst groben Dreck damit entfernen oder deinen Hund, falls er nass wurde, damit trockenreiben und wärmen. Außerdem hat es den Geruch von zu Hause und beruhigt somit gleich mal deinen Liebling, falls du ihn doch einmal in die Obhut des Tierarztes/ einer Tierärztin geben musst.

Eine Krallenschere bekommst du einer Tierarztpraxis oder im Zoofachhandel. Sie ist gut, wenn sich dein Hund eine Kralle aufgerissen hat. Wenn es nicht oder nur wenig blutet, kannst du damit den weghängenden Teil wegschneiden. Eventuell kannst du danach noch Unebenheiten mit einer Feile wegfeilen und die Wunde mit einem Desinfektionsmittel behandeln. Wenn es stark blutet oder die äußere Schicht der Kralle nur mehr an einer kleinen Stelle hängt, ist es besser die Pfote mit einer Socke oder Verband zu schützen und zum Profi zu gehen.

Wenn dein Hund sich die Kralle eingerissen hat, kannst du mit einer Feile das lose Stück wegfeilen. Natürlich kommst du bei den Krallen eines Deutschen Schäfers, Rottweiler oder Greyhound mit einer Nagelfeile nicht sehr weit. Da darf es dann auch mal eine größere Feile aus dem Baumarkt sein. Falls das auch zu wenig hergibt, kannst du mit einer Krallenschere zuerst einmal das Grobe wegschneiden und dann nachfeilen. Aber das funktioniert auch nur, wenn der Riss nicht zu tief ist. Wenn es stark blutet oder die äußere Schicht der Kralle nur mehr an einer kleinen Stelle hängt, ist es besser die Pfote mit einer Socke oder Verband zu schützen und zum Profi zu gehen.

Eine Zeckenzange hilft dir die unerwünschten Plagegeister leicht zu entfernen, damit die Greifwerkzeuge der Zecke nicht in der Haut stecken bleiben. Du bekommst sie im Zoofachhandel oder auch in einer Tierarztpraxis. 

Es gibt verschiedene Modelle: Welche mit Greifzangen und welche mit einer kleinen Schlinge. Aber das Prinzip ist immer dasselbe: du umfasst den „Kopf“ der Zecke so nah an der Haut wie möglich und drehst sie dann, bis sie sich löst. Ob im- oder gegen den Uhrzeigersinn ist egal. Wenn du sehr geschickt bist oder gerade keinen Zeckenentferner zur Hand hast, geht es auch mit einer Pinzette.  Sollte doch ein Stück Zecke in der Haut stecken bleiben, kannst du es mit einem Desinfektionsmittel zweimal täglich desinfizieren. Normalerweise kommt es zu einer kleinen Entzündung und die Beißwerkzeuge der Zecke werden vom Körper abgestoßen. Das ist normal. Achte nur darauf, dass diese Stelle nicht zu dreckig wird und dein Hund nicht daran leckt. Zur Not auch mit einer Halskrause.

 

 

 

 

 

Etwas seltsames gefressen?

Einen Kotbeutel hat man, zumindest in der Stadt, als Hundebesitzer ja immer dabei. Trotzdem ist es gut vielleicht einen Extra-Beutel in deinen Erste-Hilfe-Koffer zu packen. So hast du schnell etwas zur Hand, solltest du etwas aufsammeln müssen. Zum Beispiel, wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund einen Giftköder gefressen hat. Dann kannst du die Beweise schnell aufsammeln und sie deinem Tierarzt/ der Tierärztin zeigen.  Auch ein Einweghandschuh eignet sich dafür. Fasse Giftköder nie mit den Händen an! Gifte können auch über die Haut aufgenommen werden!

Auch Erbrochenes oder Durchfall, kannst du so mit zu deinem Tierarzt/ deiner Tierärztin nehmen. Ein Gefrierbeutel funktioniert dafür aber auch. Den kann man zusätzlich noch benutzen, um einen Pfotenverband vor Feuchtigkeit zu schützen.

Hat dein Liebling etwas gefressen, dass vielleicht giftig ist, kannst du mit dem Füttern von Aktiv-Kohletabletten nichts falsch machen. Sie helfen auch bei Durchfall, da sie wie eine Art Schwamm alles Schlechte im Magen und Darm aufsaugen. Deshalb ist es immer gut, welche zu Hause zu haben. 

ACHTUNG! Hast du den Verdacht, dass dein Hund etwas Giftiges gefressen hat, halte immer Rücksprache mit einem Tierarzt/einer Tierärztin. Diese/r kann dir sagen, ob du gleich zu ihm/ihr kommen sollst oder ob Kohletabletten alleine reichen. 

Allerdings brauchen Tiere viel mehr Aktivkohle als Menschen. Die Dosis bei einer Vergiftung ist 5g pro kg. Das sind dann bei einem 25kg Hund schon mal 125g. Also echt viel. Bei Durchfall reicht 1g pro kg. Das Gute an Kohle ist, dass sie eigentlich nach gar nichts schmeckt. Deshalb kann man auch große Mengen im Futter verstecken, wenn man die Tabletten zum Beispiel vorher pulverisiert. Am besten funktioniert das, wenn du die Tabletten in einen Gefrierbeutel steckst und dann mit etwas Schwerem zerdrückst. Dann mischst du das Pulver unter etwas besonders Leckeres, wie zum Beispiel Leberwurst.  Du kannst, wenn es nicht so viel ist, die Kohle auch pulverisieren und in Wasser auflösen und das dann mit einer Spritze deinem Hund seitlich ins Maul einflößen. Aber immer vorsichtig, dass sich niemand verschluckt!

Noch mehr Tipps zur Eingabe von Tabletten kriegst du hier.

Sauerkraut ist ein altes supernützliches Hausmittel und Geheimtipp, wenn dein Liebling im Eifer des Gefechts einmal etwas verschluckt hat, das er nicht verschlucken hätten sollen. Wie zum Beispiel ein Stück Knochen oder ein Spielzeug.  Aber auch noch viele andere Dinge. Der Trick dabei ist, dass Sauerkraut vom Hundekörper so gut wie gar nicht verdaut wird und hinten in fast gleicher Form wieder rauskommt, wie es Vorne reingeht. Außerdem wickeln sich die dünnen Fasern um den Fremdkörper und verhindern somit, dass spitze Kanten den Darm von innen verletzen.

!ACHTUNG! Halte trotzdem immer Rücksprache mit deinem Tierarzt/ deiner Tierärztin und erkläre die Situation. Manche Fremdkörper können im Magen und Darm stecken bleiben und dann kann man sie nur mehr chirurgisch über eine Operation entfernen. Bei langen Fäden oder spitzen Gegenständen reicht Sauerkraut alleine oft nicht aus. Und auch bei giftigen Substanzen wie Tabletten oder Giftköder hilft Sauerkraut NICHT! Dein Tierarzt/ deine Tierärztin kann dir sagen, ob die Sauerkrautgabe gerade reicht, oder ob du besser zu ihm/ihr kommen sollst.

Wenn er/sie damit einverstanden ist, kannst du es deinem Hund füttern. Wasche es vorher aber bitte gut ab, da viele Hunde die Säure nicht vertragen. Dann kannst du es mit dem Lieblingsfutter deines Hundes mischen. Um im Notfall besser vorbereitet zu sein, ist es eine gute Idee, deinen Hund schon mal daran zu gewöhnen und Sauerkraut hin und wieder in den Speiseplan einfließen zu lassen. 

Bei Verletzungen

Saubere Hände sind ein Muss bei der ersten Hilfe. Manchmal kommt es zu aber zu Situationen, wo du dir die Hände nicht waschen kannst oder wo es auch mal etwas eklig werden kann. Da sind Einweghandschuhe echt praktisch. 

Mit einer Schere kannst du die Haare um eine Verletzung schnell kürzen, um einen besseren Blick auf die Wunde zu bekommen. Außerdem ist es hygienischer, wenn keine Haare in die Wunde kommen und vielleicht dort festkleben.

Eine Pinzette ist ein sehr nützliches Werkzeug für alles Mögliche. Du kannst Splitter damit entfernen, eine Granne, oder auch einen Bienenstachel. Und wenn du keine Zeckenzange zur Hand hast, kannst du mit ihr auch Zecken entfernen.

So komisch es klingt, aber manchmal braucht man einfach Licht, um etwas besser sehen zu können. Heutzutage haben Handys ja immer eine Taschenlampe. Aber zur Sicherheit ist es ganz gut, vielleicht noch eine kleine Taschen- oder Stirnlampe in der Apotheke zu haben.

Ja, es stimmt. Salz in Wunden brennt. Aber nciht, wenn es mit genügend Wasser verdünnt ist. Dann bietet es eine perfekte, vollkommen schmerzfreie Wundspüllösung, die die Zellen des verletzten Gewebes besonders schont.

Hat dein Hund eine Wunde und du konntest schon mit einer Schere lästige Haare loswerden, ist der nächste Schritt, die Wunde zu säubern. Das geht, wenn du in Deutschland bist oder die Wasserqualität gut ist, auch mit klarem Leitungswasser. Auf Reisen wissen wir das oft nicht so genau. Deshalb ist es immer gut, etwas Kochsalzlösung mitzunehmen wenn ihr mal länger ins Ausland fährt. Diese ist speziell für das Milieu im Körper angepasst und steril, also keimfrei. Du bekommst sie in jeder Apotheke. So kannst du dann mit einer Spritze die Wunde gut ausspülen. Danach ist es gut, wenn du die Wunde noch einmal mit einem nicht schmerzenden Desinfektionsmittel desinfizierst.

Spritzen bekommst du auch in jeder Apotheke. Keine Sorge: Du brauchst nur welche ohne Nadel. Am besten sind 5 oder 10ml Spritzen. Spritzen sind vor allem dann praktisch, wenn du eine Wunde reinigen willst. Dann kannst du klares Wasser oder eine Kochsalzlösung aus der Apotheke damit aufziehen und die Wunde mit ganz leichtem Druck ausspülen, ohne sie berühren zu müssen. Auch zum Füttern von aufgelösten Kohletabletten oder anderen flüssigen Sachen sind sie sehr nützlich.

Aufgrund von Corona haben wir ja alle Desinfektionsmittel zu Hause. Für unsere ROYALZ ist es aber wichtig, dass sie in der Wunde nicht brennen. Für alle die schon einmal die „Freude“ hatten ihre Wunden mit Alkohol desinfizieren zu müssen, ist schnell klar: Für unsere vierbeinigen Freunde ist das wenig geeignet.  Auch Desinfektions-Gele für Menschen-Hände sind genau deshalb für unsere Lieblinge nicht gut. Schließlich ist der Hauptbestandteil Alkohol.  Jod ist ein gutes Desinfektionsmittel für die Haut und brennt (fast) nicht. Aber es hat den Nachteil, dass es Flecken macht, die man nie wieder losbekommt. Es gibt Desinfektionsmittel, die nicht brennen und durchsichtig sind. Lasse dich am besten in der Apotheke beraten.

Verbandsmaterial

Wenn du die Wunde gereinigt und desinfiziert hast, kommen als nächstes Wundauflagen auf die Wunde, diese heißen offiziell Wundkompressen. Da gibt es Hunderte Varianten. Aber fürs Erste reichen die ganz gewöhnlichen aus Gaze. Auch die bekommst du in der Apotheke. Sie halten die Wunde sauber und verhindern eine Reibung vom restlichen Verband.

Bei blutenden oder etwas größeren Wunden ist es gut, wenn du den Verband mit Watte polsterst.  Somit verhinderst du wundscheuern. Die Watte ist schön weich und angenehm und kann das Blut aufsaugen. Es ist gut, wenn du auch die Abstände zwischen den Zehen polsterst, solltest du eine Pfote verbinden. So ist es für deinen Hund bequemer zu laufen. Außerdem schwitzen Hunde an den Fußsohlen und die Watte hält die Pfote schön trocken. Spezielle Verbandswatte ist aufgerollt wie ein Verband. So kannst du sie leicht abrollen. Lege den Verband immer so an, dass immer ein Gelenk über und unter der Wunde mit abgedeckt ist. Dann hält der Verband viel besser und verrutscht nicht. Danach kannst du die Enden mit einem Verbands-Klebeband an die Haut kleben, damit das Ganze hält, bevor die nächste Schicht kommt.

Klebeband, welches extra für Verbände benutzt wird, bekommst du in der Apotheke.

Normales Klebeband hält nämlich nicht an Verbandsstoffen und du kannst den Verband nach wenigen Minuten gleich noch einmal wickeln.

Auch die bekommst du bei der Apotheke. Der Vorteil gegenüber normalen Mullbinden ist, dass sie sich besser dem Körper anpassen können. Mit ihnen kannst du die die Verbandswatte fixieren.  Das Ende klebst du dann mit dem Klebeband fest. Sie dürffen nicht zu stramm gewickelt werden, weil sie sich später noch etwas zusammenziehen. Dennoch sind sie besonders gut geeignet, weil sie sie besser an die Körperformen anpassen als unelastische Binden.

Dieser Verband ist deshalb so gut geeignet, weil er nicht nur elastisch-, sondern auch selbsthaftend ist. Es ist also kein Klebeband nötig und er klebt nur an sich selbst, ohne sich mit dem Fell zu verkleben. Außerdem ist er etwas wasserabweisend, allerdings nicht zu 100%.  Damit machst du die letzte Schicht des Verbandes.

Du kannst ihn zeitweise auch noch mit einem Gefrierbeutel vor Nässe schützen (wenn du mit deinem Hund z.B. an einem regnerischen Tag Gassi gehst). 

Wichtig ist, dass es schnell passieren kann, dass man diesen Verband zu eng wickelt. Das liegt an der Elastizität des Materials. Wenn das passiert, wird die Blutzufuhr leicht abgeschnürt. Am besten passt du also beim Anlegen ganz besonders darauf auf und kontrollierst immer mal wieder, ob du mit zwei Fingern darunter kommst. Du kannst auch vorher den Verband an deinem Arm probeweise anlegen. So bekommst du ein Gefühl, was zu fest ist und was passt. Auch deshalb ist es gut, wenn du das Ganze vorher gut mit Watte polsterst.

Hat dein Hund eine verletze Pfote kannst du diese am schnellsten schützen, wenn du ihm nach der Reinigung eine Socke überziehst. Du kannst das Ganze dann mit Klebeband oben festkleben (über der Socke, damit du keine Haare mitklebst) und bei Bedarf mit einem Gefrierbeutel vor Nässe schützen (der Gefrierbeutel sollte aber nicht immer oben sein, sondern nur wenn es wirklich notwendig ist). Es gibt im Zoofachhandel auch spezielle Pfotenschuhe für diesen Zweck. 

Sonstiges

Auch wenn er so gar nicht beliebt ist, schützt er deinen Liebling davor, sich selbst zu schaden. Tiere lecken gerne an Stellen, die ihnen unangenehm sind, die jucken oder schmerzen. Nur machen sie das Problem damit oft schlimmer. Das ständige Lecken verhindert die Heilung oder führt sogar dazu, dass kleine harmlose Wunden sich infizieren. Es gibt inzwischen auch schon Halskrägen aus Stoff, die sich leichter falten lassen und somit auch zum Einpacken gut geeignet sind. Auch Halsringe (mit Schaumstoff gefüllt) kann man inzwischen kaufen. Sie hindern deinen Hund sich selbst zu lecken, ermöglichen es aber gleichzeitig, dass dein Liebling alles normal sehen und normal laufen kann. Wichtig ist zu checken, ob dein Liebling mit dem Leckschutz wirklich nicht an seine wunde Stelle herankommt. Je weiter hinten die Stelle ist, desto größer muss der Kragen sein. Weiter vorn reicht of schon ein recht kurzer.

Wenn die Temperatur deines Hundes beim Messen zu niedrig war, ist es immer gut eine Decke griffbereit zu haben, um ihn aufzuwärmen. Spezielle Picknickdecken, die du kaufen kannst, lassen sich leicht falten und haben sogar Schlaufen. Mit solchen Decken kannst du einen großen Hund auch im Notfall transportieren, sollte er einmal aus irgendeinem Grund nicht mehr aufstehen bzw. laufen können (im Urlaub bei Unfällen gut). 

Auch die glänzenden Rettungsdecken aus normalen Erste-Hilfe-Koffern für Menschen können deinen Hund im Notfall warmhalten. Sie sind sehr klein und passen überall rein. Für den Transport eines Hundes eignen sie sich aber nicht.

Hat sich dein Hund wehgetan und du musst schauen, welche Verletzung er hat oder wenn du etwas für deinen Liebling Unangenehmes (wie z.B.  die Temperatur messen) machen musst, ist es gut sich selbst zu schützen. Auch wenn dir dein Hund normalerweise nie ein Haar krümmen würde, kann es trotzdem sein, dass er sich in einer stressigen Situation nicht mehr anders zu helfen weiß, als im Affekt zu beißen. Und du kannst deinem Hund nur helfen, wenn du nicht selbst verletzt bist. Um dich zu schützen, ist es ratsam vorher immer einen Maulkorb anzuziehen. Als Alternative kann man auch ein Handtuch entweder fest einzurollen, bis es eine dicke Wurst ist und diese dann um den Hals zu wickeln und fest zu halten. Damit fixierst du den Kopf. Die Wurst sollte so dick sein, dass dein Hund seinen Kopf nicht mehr bewegen kann. Du brauchst dafür aber eine Hilfsperson und es ist trotzdem eine nicht ganz sichere Methode. Du kannst das Handtuch auch über den Kopf deines Hundes legen. So bist du besser geschützt und dein Hund hat auch einmal Pause von der vielleicht stressigen Umgebung. Aber auch hier ist es besser, eine Hilfsperson zu haben, die aufpasst, dass das Handtuch auch dort bleibt. 

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