Der 7-Punkte-Anti-Aging-Plan

Der 7-Punkte-Anti-Aging-Plan

Wie du deinen Hund jünger machst, als er ist
Autor*in:
Dominique M. Tordy (Dr.med.vet.)
Dominique M. Tordy (Dr.med.vet.)
Dr. Dominique M. Tordy ist Tierärztin mit den Schwerpunkten Chirurgie und Notfallversorgung. Um die optimale Notfallversorgung von allen Hunden und Katzen zu unterstützen, betreibt sie neben der praktischen Tätigkeit die Dog Royalz-Website mit dem Rettungsprogramm für Hunde. Wie auf den Bildern ist sie auch im Alltag fast immer in Begleitung ihrer Mischlingshündin Elli.
Dominique M. Tordy (Dr.med.vet.)
Dominique M. Tordy (Dr.med.vet.)
Dr. Dominique M. Tordy ist Tierärztin mit den Schwerpunkten Chirurgie und Notfallversorgung. Um die optimale Notfallversorgung von allen Hunden und Katzen zu unterstützen, betreibt sie neben der praktischen Tätigkeit die Dog Royalz-Website mit dem Rettungsprogramm für Hunde. Wie auf den Bildern ist sie auch im Alltag fast immer in Begleitung ihrer Mischlingshündin Elli.
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Lieber Mensch, lass uns doch zusammen fit bleiben.

Eine Wunderwaffe gegen das Altern? Gibt es: Unseren 7-Punkte-Plan-Anti-Aging-Plan! Von den Grundlagen bis zum Fein-Tuning – so kannst du deinen Hund fit halten.

1. Grundfitness

Der beste Anfang sind regelmäßige Spaziergänge oder leichtes Jogging mit deinem Hund. Die gleichmäßige Bewegung ist für die Gelenke eine schonendere Belastung als Start-Stop-Bewegungen wie beispielsweise Ballspiele. Die Knochen bleiben unter regelmäßiger Belastung stärker und die Gelenkschmiere (Synovia) bleibt geschmeidig.

2. Die richtige Ernährung

Es geht nicht nur darum, sich gesund zu ernähren, um eine gute Figur zu bekommen! Die richtigen Nährstoffe können noch viel mehr für den Körper deines Hundes tun.

Einige können auch den Alterungsprozess positiv beeinflussen. Zu diesen Substanzen gehören beispielsweise Vitamin E und Vitamin C, die sogenannte „freie Radikale“ abfangen, die sonst die Zellen deines Hundes angreifen können. Weniger bekannt sind Polyphenole, die in der Abwehr freier Radikale noch stärker sind. 

3. Stress-Entspannungs-Bilanz

Zum Leben gehört auch Stress. Dieser kann positiv sein, zum Beispiel, wenn dein Hund beim Ballspielen so richtig aufdreht. Aber er kann auch negativ sein, wenn er vielleicht mit einem Mitbewohner oder einer Baustelle nebenan nicht so recht klarkommt.

Egal, was für einen Stress dein Hund erlebt, ist es wichtig, dass er regelmäßig Entspannung findet. Nach einem aufregenden Jagdspiel braucht er Ruhepausen (auch, wenn er das im Eifer des Gefechts vielleicht nicht immer gleich einsehen kann…). Außerdem braucht er in seinem Tagesablauf Pausen, in denen er vollständig entspannen kann.

4. Kenntnis über den eigenen Körper 

Es klingt banal, aber dein Hund muss lernen, sich selbst zu fühlen. Je besser sein Gespür für seine Pfoten und sein Gleichgewicht ist, desto leichter fällt es ihm, lange beweglich zu bleiben und Unfälle zu vermeiden.

Dabei hilft es ihm, regelmäßig auf unterschiedlichen Untergründen zu laufen (Sand, Kies, Erde, Kopfsteinpflaster, Asphalt, Wiese, Waldboden,…). Das schult das Feingefühl seiner Pfoten und trainiert die Muskeln, um Unebenheiten auszugleichen. Übungen zum Aufbau und Erhalt des Gleichgewichtssinns sind beispielsweise das Rückwärtsgehen, Kreislaufen sowie Dehnübungen. Das alles kannst du spielerisch mit deinem Hund trainieren.

5. Muskelabbau entgegenwirken

Während dein Hund älter wird, ist es wichtig, dass seine Muskeln nicht dem Alter und der Faulheit zum Opfer fallen.

Deswegen sollte er sich regelmäßig bewegen. Das klappt am besten mit einem passenden Trainingsplan oder einem Hobby, das du an seine körperlichen Fähigkeiten anpassen kannst. Zum Beispiel ein regelmäßiges Workout nach einem persönlichen Trainingsplan.

Wichtig ist, dass dein Hund mindestens 3x pro Woche körperlich wirklich aktiv ist. Ein kurzer Spaziergang zum Hundeklo zählt dabei nicht!

6. Geistige Stimulation

Nicht nur ein gesunder Körper ist im Alter wichtig. Auch im Kopf sollte dein Hund fit bleiben, um nicht vorzeitig zu verfallen!

Am besten hilft hierbei, wenn du ihm immer wieder neue Kleinigkeiten beibringst und er das Gelernte auch immer mal wieder wiederholen musst. Beispiele für kleine Kunststückchen sind Pfötchengeben, Anstupsen von Dingen mit der Nase, Holen verschiedener Gegenstände, Ziehen an Gegenständen auf ein Signal und vieles mehr. Da kannst du richtig kreativ werden… Oder hier Inspiration finden 😉

7. Die Sinne trainieren

Wie bei den Menschen können auch die Sinnesorgane unserer Hunde im Alter nachlasssen. Aber sie lassen sich trainieren, um möglichst lange gut zu funktionieren. Am einfachsten sind Riechspiele umzusetzen, aber auch Training des Gehörs und der Hautsensibilität ist möglich. 

Aber Achtung! Immer zuerst die richtige Grundlage schaffen!

Manche Beschwerden, die aussehen wie ein normaler Alterungsprozess, können Hinweise auf echte Krankheiten sein. Deswegen nimm dir einmal monatlich die Zeit zu überlegen, ob sich etwas geändert hat:

DEin Hund bewegt sich nicht mehr so gern wie früher? Dann lass mal von einem Tierarzt/Physiotherapeuten/ Heilpraktiker seine Gelenke und den Rücken inklusive Halsbeweglichkeit durchchecken!

Er mag sein Futter nicht mehr so wie früher? Dann sollten seine Zähne mal kontrolliert werden!

Außerdem können auch nachlassende Leistungen seiner inneren Organe seine Leistungsfähigkeit einschränken oder dafür sorgen, dass das Futter nicht mehr so richtig schmeckt.

Wenn alles okay ist, dann könnt ihr loslegen und dem Alter genauso wie dem „inneren Schweinehund“ den Stinkefinger zeigen! 

Klar, dass deinem Hund nicht mehr alles so leicht fällt wie früher. Fitness, die früher ganz selbstverständlich war, muss er sich im Alter erarbeiten. Aber es lohnt sich!

Extra-Tipp:

Die beste Grundlage für Gesundheit und Fitness im Alter ist das richtige Training schon in der Jugend!

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