Besser jung bleiben!

Besser jung bleiben!

Wann fängst du am besten an, deinen Hund jung zu halten? Natürlich jetzt!
Autor*in:
Dominique M. Tordy (Dr.med.vet.)
Dominique M. Tordy (Dr.med.vet.)
Dr. Dominique M. Tordy ist Tierärztin mit den Schwerpunkten Chirurgie und Notfallversorgung. Um die optimale Notfallversorgung von allen Hunden und Katzen zu unterstützen, betreibt sie neben der praktischen Tätigkeit die Dog Royalz-Website mit dem Rettungsprogramm für Hunde. Wie auf den Bildern ist sie auch im Alltag fast immer in Begleitung ihrer Mischlingshündin Elli.
Dominique M. Tordy (Dr.med.vet.)
Dominique M. Tordy (Dr.med.vet.)
Dr. Dominique M. Tordy ist Tierärztin mit den Schwerpunkten Chirurgie und Notfallversorgung. Um die optimale Notfallversorgung von allen Hunden und Katzen zu unterstützen, betreibt sie neben der praktischen Tätigkeit die Dog Royalz-Website mit dem Rettungsprogramm für Hunde. Wie auf den Bildern ist sie auch im Alltag fast immer in Begleitung ihrer Mischlingshündin Elli.
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Lieber Mensch, als Welpe bin ich oft nicht zu bremsen, im Seniorenalter manchmal schwer zu motivieren. Deine Hilfe brauche ich in jedem Lebensabschnitt.

Je jünger er ist, desto leichter erreicht er sein ideales Fitness-Level. Und fit bleiben ist viel einfacher, als sich in die Jugend zurückzukämpfen!

Als Welpe/Junghund im Wachstum:

Das Immunsystem und die Darmflora von Junghunden ist noch nicht so ausgereift wie das von erwachsenen Hunden.

Deswegen sind sie anfälliger für viele Krankheiten, die auch Spätfolgen haben können. Wenn Junghunde die Welt entdecken, riechen und schlecken sie an allem Möglichen. Da hat man sich ganz schnell mal ein paar Würmer oder die gefürchteten Giardien eingefangen. Auch ein paar andere Infektionskrankheiten können so übertragen werden.

Auch die Wachstumsgeschwindigkeit ist wichtig für die langfristige Gesundheit. Wer in der Jungend zu viel auf den Rippen hat, wächst schneller und die noch weichen Knochen werden zu stark belastet. So kann es passieren, dass sie Fehlstellungen entwickeln und Sollbruchstellen entstehen. Also besser hältst du deinen Liebling immer schön fit!

Aber auch für die geistige Gesundheit wird hier der Grundstein gelegt. Wer schon früh lernt, mit neuen Situationen umzugehen, hat später im Leben weniger Stress wenn etwas Unerwartetes passiert. Und Stress macht nicht jünger!

Als junger Erwachsener:

Das ist die einfachste Zeit für einen Körper. Vor allem solltest du bei deinem Hund darauf achten, ob sich irgendetwas verändert: der Appetit, Durst, Kot, Urin, seine Gangarten und dein Lebensrhythmus.

Ansonsten ist jetzt eine gute Zeit, um den Grundstock für ein gesundes Altern zu legen. Jetzt kannst du deinem Hund schon angewöhnen, sich regelmäßig zu bewegen und seine Muskeln zu trainieren, damit sie seine Gelenke gut unterstützen. Wenn du regelmäßig seinen Kreislauf trainierst und ein enges Verhältnis zu ihm aufbaust (damit du Veränderungen schnell erkennen kannst), dann ist er bestens gerüstet für ein langes, gesundes Leben.

Anfang der zweiten Lebenshälfte:

Ab jetzt solltest du den Gesundheitszustand deines Hundes regelmäßig, am besten einmal pro Jahr kontrollieren. Ein kurzer Check beim Tierarzt ist sinnvoll, um Veränderungen schnell zu erkennen und im Zweifel früh behandeln zu können. Folgende Checkliste kann schon viele versteckte Veränderungen aufdecken.

  • Schleimhäute
  • Zähne
  • Lymphknoten
  • Herz
  • Lunge
  • Bauch
  • Hoden bzw Zitzen

Eine solche Untersuchung dauert nur ein paar Minuten und ist nicht teuer, kann aber Leben retten.

Außerdem kann eine Blutuntersuchung bei der Früherkennung von Krankheiten helfen. Klar, dass das ein bisschen piekst, aber das ist nur ein kleiner Preis für ein langes gemeinsames Leben! 

Außerdem sollte die Ernährung an die neue Lebensphase angepasst werden.

Wenn das Alter schon zwickt: 

Jetzt sollte auf alle Veränderungen geachtet werden. Am besten sollten einmal pro Monat einige Messungen durchgeführt werden. Die gute Nachricht: Du kannst es ganz entspannt zu Hause selber machen.

Es ist sinnvoll, folgendes regelmäßig zu checken: 

  • Gewicht
  • Trinkmenge
  • Futtermenge
  • Atemfrequenz
  • Herzfrequenz (wie du die checkst, kannst du dir auch von deinem Tierarzt, Züchter, Heilpraktiker oder Trainer zeigen lassen)

Die Werte sollten einmal im Monat kontrolliert werden. Bei starken Veränderungen oder wenn etwas sich über mehrere Monate immer mehr verändert, solltet ihr gemeinsam einen Tierarzt aufsuchen. 

Am besten legst du einen Ordner mit den Ergebnissen an oder hältst die Ergebnisse digital fest. Dann kannst du Veränderungen schnell festnageln.

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